Wasser und seine geheimnisvolle Mikrobiologie

In 1 ml guten Trinkwassers befinden sich zwischen 10.000 und 1.000.000 Bakterien, also Mikroorganismen. Von diesen sind aber nur 1 Promille bekannt und teilwiese kultivierbar.

Hieraus werden dann die meisten Schlüsse über die Wasserqualität abgeleitet, welches auch notwendig ist, um eine gute Trinkwasserqualität nach unserer Trinkwasserverordnung zu erhalten, oder um Badegäste durch die Bäderhygieneverordnung zu schützen. Man sollte aber die anderen zigtausend Mikroorganismen nicht vernachlässigen, denn diese haben
wahrscheinlich eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die mikrobiologschen Prozesse im Wasser.

So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass sich "belebtes Wasser" sichtbar regenerieren kann, denn die Mikroorganismen (unsere kleinen
unbekannten Helfer) benötigen ebenso Naturinformationen in möglichst ungeschädigter Form um sich "wohl zu fühlen" und somit ihre Aufgaben wahrnehmen zu können.

Gerade auf diesem Gebiet liegt noch vieles im Dunkeln und man sollte möglichst darauf verzichten in diese lebendigen Systeme mit übertriebebenen Mitteln und Maßnahmen einzugreifen, es sei denn die Hygienebedingungen lassen einem keine andere Wahl.

Ich glaube hier gibt es noch viel Unbekanntes über das wir nachdenken sollten bevor wir alles abtöten. Ähnliche Bedingungen finden wir ebenso in den obersten Bodenschichten, welche für unsere Nahrungsmittelproduktion so wichtig und schonenswert sind. Auch auf unsrerer Haut sowie in unserem Verdauungstrakt und hier besonders im Darm ist es die Mikrobiologie mit ihren unzähligen und verschiedensten Bakterien, welche für den Großteil unseres Wohlbefindes verantwortlich sind. Die ganzheitliche Betrachtung von Proplemstellungen in vielen Anwendungsgebieten und die Föderung der Probiose ist oftmals ratsamer als ein sofortiger Einsatz von Antibiotika, Bioziden oder anderen Mitteln zur Abtötung unerwünschter mikrobiologischer Prozesse. Natürlich gibt es auch Situationen in der ein sofortiges Handeln unausweichlich ist und die Probleme dann im Anschluß in Ruhe betrachtet werden müssen um eine nachhaltige und möglichst schonende und naturnahe Herangehensweise zu ermöglichen.